ThOP-Jubiläum 2014
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Aufgrund bevorstehender Sanierungsarbeiten an unserem Dach bleibt das ThOP als Aufführungsort vorübergehend geschlossen. Wir weichen auf andere Aufführungsorte aus. Weitere Informationen zu den jeweiligen Aufführungsorten finden Sie bei den einzelnen Produktionen.
21.09.2014


: : Dienstag, 21. Oktober 2014 : :
2007.09
 

"...Witzig und geheimnisvoll ..., real und absurd zugleich ...", GT vom 29.09. [mehr]
Die arabische Nacht
von Roland Schimmelpfennig SzenenFotos

Ein Wohnblock in der Stadt, am heißesten Tag des Jahres. Wie jeden Abend kommt Franziska von der Arbeit heim, vergisst nach und nach die Geschehnisse des Tages und duscht. Auf der Wohnzimmercouch fällt sie in tiefsten Schlaf, aus dem sie immer erst am nächsten Morgen erwacht. Nicht so in dieser außergewöhnlichen Nacht, in der das Wasser wie ein Lied durch die Wände rauscht, um dann über Franziskas Wohnung spurlos zu verschwinden. In der sie schlafend drei Männer magisch anzieht und verzaubert, als laste ein Fluch auf ihren Lippen. Und in der womöglich in einem Kuss auch Erlösung liegt, denn Franziska erwacht und kommt dem Rätsel ihrer Vergangenheit auf die Spur.

Das Theater im OP (ThOP) zeigt das Stück "Die arabische Nacht" (2001) des 1967 in Göttingen geborenen Autors und Dramaturgen Roland Schimmelpfennig in einer Inszenierung von Andreas Haase, der am ThOP zuletzt 2006 bei Yasmina Rezas "Drei Mal Leben" Regie führte.
Schimmelpfennig ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Dramatiker, seine Werke, zum Beispiel "Push up 1-3" (2001) und "Die Frau von früher" (2004), werden an den renommiertesten Häusern wie dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg oder dem Wiener Burgtheater uraufgeführt. Fünf seiner Stücke wurden zu den Mülheimer Theatertagen, der Leistungsschau deutscher Gegenwartsdramatik, eingeladen, so auch "Die arabische Nacht". Wie viele andere Stücke von ihm hat es einen fragmentarischen, experimentellen Charakter. Die einzelnen Stimmen sind dabei kunstvoll angeordnet wie eine poetische Fuge, die Sprache ist von höchster Musikalität. Schimmelpfennig kreist um Realität und Traum, Einsamkeit und Gemeinschaft, Verdammnis und Erlösung und webt Fäden der Magie in eine gewöhnliche Alltagssituation, bis sie sich verknüpfen wie zu einem fliegenden Teppich direkt aus den Märchen aus "Tausendundeine Nacht".

Es spielen: Inga Bergmann, Sabina Cuber; Philipp Künstler, Patrick Lösche, Christian Streit

Regie: Andreas Haase

 


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Die letzte Änderung war am: 01.10.2007