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Donnerstag, 17. Mai 2012
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009 | november |
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| In der Notaufnahme
Ingo Mesche spielt in der eindringlichen Inszenierung den zynischen alten Krapp, der im Dialog mit den Tonbandaufnahmen seines früheren Ichs die beklemmende Einsamkeit und Leere in seinem Leben zu überbrücken sucht. „Das letzte Band“ gilt als eines der emotionalsten und intimsten Bühnenstücke seiner Zeit. Der mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnete Samuel Beckett erzählt auf bewegende Weise die Geschichte des gescheiterten Schriftstellers, der zugunsten seiner Karriere auf die Liebe verzichtet hat und nun, Jahrzehnte später, von den wenigen erfüllten Momenten seines Lebens zehren muss. Der Regisseur, Klaus-Ingo Pißowotzki, möchte mit seiner Interpretation, die sich im Wesentlichen an die Regieanweisungen Becketts hält, der Einsamkeit und zum Teil selbst gewählten Isolation im Zeitalter von Fernseher, Handy und Internet Rechnung tragen, indem er die gestörte menschliche Kommunikation und den Rückzug ins Private thematisiert.
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